Kurzgeschichten über Menschen, bei denen rund um die Feiertage "etwas dazwischen" kommt und sie neu über Weihnachten und über sich selbst nachdenken lässt.
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Zum Buch: Heiliger Abend! Eigentlich Familienfest mit Kerzen, Glühwein, Geschenken, glücklichen Gesichtern und weihnachtlicher Musik…
Statt dessen verirrt sich ein Mensch in der Wildnis und kommt ins Grübeln. Ein Zug rast durch die Weihnachtsnacht; in einem Abteil finden sich eine Frau und ein Mann, die dem Weihnachtsrummel ihrer Familien entfliehen wollen. Ein Mann irrt verloren durch die Heilige Nacht und trifft auf seltsame Zeitgenossen. In einer Großstadt stolpert jemand über eine Obdachlose und dann über sich selbst. Feindliche Soldaten stellen Heiligabend den Krieg ein und spielen gemeinsam Fußball. In schweren Zeiten geht eine Mutter mit ihrem hungrigen Kind betteln und erlebt eine Überraschung.
Die Geschichten dieses Buches erzählen nicht vom „üblichen“ Weihnachtsfest, sondern zeigen außergewöhnliche Lebenssituationen, die an Weihnachten besonders deutlich werden und zum Nachdenken provozieren…
Vorwort zum Buch:
Der Autor lebte und arbeitete viele Jahre in verschiedenen Ländern; teils als Journalist und Reporter, teils als Sozialhelfer und Streetworker mit Obdachlosen und Menschen mit Problemen.
Aus seinen Kindertagen hat er das Weihnachtsfest im Familienkreis in guter Erinnerung. Zwar gab es in den ersten Jahren nach dem Krieg nicht besonders viele Geschenke, aber die Abende unter dem bescheidenen Christbaum - damals noch nicht aufgetakelt wie die Lichterkette eines Rummelplatzes, sondern mit richtigen Wachskerzen und spärlichem Lametta - verliefen glücklich, zufrieden und harmonisch.
Erst später, als es immer weniger um die Weihnachtsbotschaft „Frieden“, sondern verstärkt um „Wer kann sich mehr leisten“ und „Wer hat die größten und teuersten Geschenke“ ging, verblasste dieses positive Kindheitsbild.
Hinzu kamen seine Beobachtungen als Reporter und Sozialhelfer: In vielen Familien nehmen besonders um die Weihnachtstage Stress und Aggressionen zu. Probleme, die ein ganzes Jahr lang unter den Teppich gekehrt worden waren, wurden ausgerechnet am „Fest des Friedens und der Liebe“ ausgegraben. Es kam zu Unzufriedenheit und Streit, man rannte auseinander, verstand sich nicht mehr; der Terror des Konsums, unser Streben nach „noch mehr“ hatte uns unzufrieden und schließlich blind gemacht. Für Viele wurde Weihnachten zum Stress.
Denn heute siegt das Materielle all zu oft über den Geist; Masse geht vor Klasse, schöner Schein vor innerem Sein. Weihnachten ist zu einem Tanz ums goldene Kalb geworden. Wir werden unsensibel und empfindungsarm gegenüber anderen Menschen und unbekannten Situationen.
Von diesen Menschen und unbekannten Situationen erzählen die „alternativen Weihnachtsgeschichten“ dieses Buches. Dabei geht es zunächst nicht um glückliche Kinderaugen und süßes Glockengeläute, sondern eher um Einsamkeit und Suche, um Hinterfragung des Weihnachtsgedankens, um Verständnis für Menschen, die Weihnachten „anders“ begehen. Letztendlich geht es um Nachdenklichkeit über unsere eigene Situation.
Inhalt:
WEIHNACHTSLIED
„UND DAS AM HEILIGABEND“
FEINDBERÜHRUNG
DAS BAYRISCHE WEIHNACHTSESSEN
MARAKKESCH-EXPRESS
BERLINER NACHTEULEN
MIT DEM CHRISTKIND NACH PARIS
SPANISCHE WEIHNACHT
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