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"Französische Liebschaften"

Unmoralische Unterhaltungsgeschichten zwichen Paris, Marseille und Mittelmeer

 

Auf der Flucht vor dem deutschen Militärdienst landet Klaus Stehauf aus aus einem deutschen Dorf in Paris in einer Revolution. Dabei wird er in viele Betten verschlagen und könnte bei einem Geheimdienst eine seltsame "Karriere" machen. Doch viel lieber möchte er frei "leben wie Gott in Frankreich" und purzelt von einer abenteuerlichen Situation in die andere. Immer auf der Suche nach dem Leben, der Liebe und letztlich nach sich selbst. Dabei wird er von Huren und Legionären genauso begleitet wie von Personen aus Politik und Gesellschaft. Ein soziales und sittliches Gesellschaftsbild von Aussteigern, die "anders" als brave Normalbürger leben. Erzählt in einer Sprache erotischer Offenheit, die nicht immer für zarte Gemüter bestimmt ist. 

Michael Kuss: "Französische Liebschaften", ISBN 3-8334-4116-X, 14,90 Euro                                                                                                                                        

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Zum Inhalt:                                          

Da machte sich im Jahre 1968 ein neugieriger junger Mann aus einem kleinen deutschen Dorf auf, um in Paris das Leben, das Abenteuer und die Liebe zu suchen. Alles hat er im Übermaß gefunden, sogar sich selbst. Denn der Zufall führte ihn in die zweite französische Revolution, die nicht nur politisch, sondern auch im privaten und sexuellen Bereich neue Maßstäbe setze. Aber dazwischen lagen Erfahrungen und Erkenntnisse, die der Autor in seinem Buch „Französische Liebschaften“ verarbeitet hat.

Das Lächeln der Mona Lisa, oder Liebe nach Fahrplan

Das Lächeln der Mona Lisa hat ihn zwar verführt, in den Nachtzug nach Paris einzusteigen und zwischen der deutschen Grenze und der französischen Champagne eine neue Art der Liebe kennen zu lernen; aber in Paris angekommen war es mit der Liebe erst einmal zu Ende. Der deutsche Dorftrottel war sich selbst überlassen. Mit dem einzigen französischen Wort „bonjour“ stürzte er sich in die Pariser Metro und ins Menschengwimmel und landete schließlich bei Daniel Cohn-Bedit mitten in der Studentenrevolte. Seine erste Erkenntnis: Wer sich revolutionär gibt, braucht sich um Liebe, Sex und eine Frau im Bett keine Sorgen zu machen!

Unter Huren und Legionären in Marseille

Aber das süße Leben in Paris war nicht nur Zuckerschlecken. Die Umstände trieben unseren Protasgonisten über die Weinernte von Bordeaux bis in die Häfen und ihren Spelunken von Marseille. Dort erfuhr er, dass man unter Liebe auch etwas anderes verstehen kann. So hatte er es nicht mehr mit attraktiven Pariser Studentinnen zu tun, sondern mit billigen Huren und abgewrackten Legionären in schummrigen Kneipen und zwielichtigen Stampen hinter dem Alten Hafen. Bemerkenswerte Momente, die den Lebenslauf mit bestimmen.

Von De Gaulle bis Mitterand – Von Studenten-Bistro bis Pärchenclub 

Zurück in Paris und reifer an Erfahrung, treten nun neue Ereignisse in den Vordergrund: Die Namen De Gaulle und Mitterand, Polizeipräsidenten und deutsche Geheimdienstler tauchen auf. Das Leben des Aussteigers wird durchzogen von deutsch-französischen Machenschaften, sozialen Vorwärtsstrategien und persönlichen Rückschlägen. Sie bilden die Rahmenhandlung für eine abenteuerliche und erotische Entwicklung im Paris des letzten Jahrhunderts. Selten werden Touristen oder normale Paris-Besucher diese Abenteuer selbst erleben. Zumal in einer erotisch offenen und provokanten Sprache erzählt, die biedere Bürger erblassen lassen.

Soziale Emanzipation und sexuelle Befreiung

Wer während der Woche als Tagelöhner in den Pariser Markthallen schuftet und Sonntags beim französischen Staatspräsidenten zum Kaffee eingeladen ist, wer einmal unter Brücken und dann in den Betten reicher Pariserinnen schläft, der darf ruhig von einer "sozialen, kulturellen und sexuellen Emanzipation" sprechen.

"Französische Liebschaften" ist ein Buch über und für Menschen, die "anders" leben und doch glücklich werden möchten. Wegen der sehr offenen Sprache ist das Buch allerdings nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet.                                                                                                        

Michael Kuss: "Französische Liebschaften",  ISBN 3-8334-4116-X, 142,90 Euro

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Personen der Handlung:

Elisabeth, auch Mona Lisa genannt, will Paris und die Männer erobern, bis sie ihr zu Füßen liegen. Klaus Stehauf, auf der Suche nach der Liebe und dem Leben, hat die Wahl zwischen Landstreicher und Millionär. Nadine, Studentin, schwankt zwischen Revolution und Reitstunden. Rebecca schwankt zwischen wildem Leben und braver Hausfrau. Pascale schwankt nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern auch zwischen Idealen und praktischem Alltag. Tobias Topmaier schwankt nie, sondern betreut in Paris seltsame Kunden und hat Zeit für delikate Nebenbeschäftigungen. Madame Simone, Prostutuierte in Marseille, hat sich eigentlich das Leben schon abgeschminkt und trotzdem noch Sehnsucht nach Liebe. Jaqueline, der Stehauf helfen will, Spargeld und Ehre zu retten. Pierre Ruquas, geheimnisvoller Lebenskünstler; wo hat er so gut Deutsch gelernt? Heinrich Kawutzke geht den Weg vieler Fremdenlegionäre. Madame Van Moolen betreibt ein Kaschemmen-Hotel; geliebt will sie trotzdem noch werden. Mister Mountbuttom reist ideenreich mit leichtem Gepäck und gemischtem Erfolg. Charlotte schläft mit einem SS-Mann, um Paris zu retten. Dominique will ein Kind, aber keine Beziehung. Katharina, Russin in Paris, sucht die Liebe und beißt sich ideenreich durch den Alltag und anderen ins Fleisch. Florence, tagsüber brave Lehrerin, nachts Olala und auf Achse. Am Rande auch Menschen wie Beate Klarsfeld, weltweit bekannte Nazi-Jägerin; in Deutschland verkannt, in Frankreich hoch dekoriert, sowie der umstrittene deutsch-französische Studentenführer Daniel Cohn-Bendit. Außerdem viele Menschen, die in diese Geschichten hinein geraten, wie man im Leben eben in Geschichten hinein gerät.


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