Im Dezember 1981 hatte Michael Setz-Kuss in Brüssel die Idee für eine deutschsprachige Zeitschrift. Mit der Idee und 3,50 DM in der Tasche wandte sich Setz-Kuss an die Brüsseler Werbe- und PR-Firma HMT, die dann als Verlag und Finanzier hinzu kam. Gemeinsam gründeten sie die deutschsprachige Monatszeitschrift "DER KONTAKT". Setz-Kuss war Redaktionsleiter und verantwortlicher Herausgeber. Redaktionell waren 16 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt. Zu den ersten großen Anzeigenkunden gehörten die Deutsche Lufthansa, Siemens, BASF u.a., die das finanzielle Polster der Zeitschrift ermöglichten.
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Der KONTAKT, als das "Magazin für die deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien" erschien im freien Verkauf (Preis 50 Belgische Francs; etwa 1,20 Euro) und im Abonnement in Brüssel, Antwerpen, Mons, Lüttich und im deutschsprachigen Ostbelgien (Eupen-Malmedy, St. Vith). Zu den Lesern gehörten hauptsächlich Bedienstete europäischer Behörden, Mitarbeiter deutschsprachiger Firmen in Belgien, sowie die Gemeinschaft der Deutschsprachigen in Ostbelgien. Nach dem Ausscheiden von Setz-Kuss wechselte die Zeitschrift mehrmals die Besitzer (u.a. zu Familie Grunewald), wurde dann vom ostbelgischen "Grenz-Echo-Verlag" übernommen und später eingestellt.
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Mit der Titelgeschichte "EUROPA OHNE GRENZEN" waren Michael Setz-Kuss und "der Kontakt" bereits im Oktober 1982 frühe Vorreiter für das freie Niederglassungsrecht und offene Grenzen in Europa. Zusammen mit dem damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Dieter Rogalle setzte sich der KONTAKT für ein geeintes Europa mit offenen Grenzen ein. Erst 20 Jahre später wurde dieses Europa mit dem Schengen-Abkommen, dem Maastricher Vertrag und dem Euro Realität. Aber der KONTAKT warnte auch vor der Über-Bürokratisierung der EU und kritisierte das mangelnde Mitspracherecht des EU-Parlaments.
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Der KONTAKT war eine Mischung aus politischen, kulturellen und kommerziellen Artikeln aus europäischer und deutsch-belgischer Sicht. Die Schwerpunkte lagen bei praktischen Ratschlägen über das Leben in Belgien, Tourismus, Wirtschaft, Politik und Kultur (Veranstaltungskalender). Die Titelseiten wurden teilweise von Michael Setz-Kuss als Fotomontagen gestaltet. Zu den Mitarbeitern zählten in Brüssel ansässige deutsche Journalistinnen und Journalisten, die auch für andere deutschsprachige Medien tätig waren. Setz-Kuss verkaufte seine Anteile an der Zeitung und ging nach Spanien, um dort seine ersten Sachbücher/Auslands- und Berufsratgeber zu schreiben.
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